Viel trinken, direkte Sonne meiden und immer wieder für Abkühlung sorgen – mit ein paar Tricks können wir der Sommerhitze trotzen. Was aber passiert eigentlich mit Medikamenten, wenn das Thermometer auf über 30 Grad steigt? Tatsächlich müssen auch Medikamente vor Hitze geschützt werden. Denn bei hohen Temperaturen können Pille & Co. ihre Wirkung verändern oder verlieren. Und den meisten sind Hitzeschäden von außen leider nicht anzusehen. Allerdings sind nicht alle Arzneien gleichermaßen temperaturempfindlich. Am widerstandsfähigsten sind feste Darreichungsformen wie Tabletten und Dragees. Zu Hause im Arzneischränkchen gelagert überstehen sie auch einen Jahrhundertsommer. Medikamente in weicher und flüssiger Konsistenz wie Zäpfchen, Cremes, Salben, Säfte und Lösungen sind dagegen wesentlich wärmempfindlicher. Zäpfchen können zum Beispiel schmelzen, bei Salben können sich die flüssigen von den festen Bestandteilen lösen. Wenn Sie solche Veränderungen feststellen, entsorgen Sie die Mittel gleich. Auch Wirkstoffpflaster und Sprays reagieren sehr empfindlich auf Wärme.
Dauerhaft kühlen!
Insulin gehört übrigens zu den Arzneistoffen, die das ganze Jahr über in den Kühlschrank gehören. Dauerhaft gekühlt werden müssen außerdem Impfstoffe, Biologika gegen Rheuma und andere Arzneien auf Eiweißbasis sowie viele pflanzliche Mittel. Ob ein Arzneimittel kühlpflichtig ist – sprich bei rund 8 Grad gelagert werden muss – steht auf der Verpackung. Im Zweifel schauen Sie lieber einmal mehr in den Beipackzettel. Und bevor sie ein Medikament auf eigene Faust absetzen, fragen Sie Ihren Arzt.

Artikel erstellt mit Informationen von www.tk.de.

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